DNS – Domain Name System – ist Teil des Internet-Backbones, der es Ihnen ermöglicht, nahtlos im Internet zu surfen.
So funktioniert das DNS
Man kann sich ein DNS wie ein Telefonbuch vorstellen, in dem einem bestimmten Namen eine entsprechende Nummer zugeordnet ist. Kurz gesagt ist ein DNS ein Übersetzer zwischen uns und dem Internet (Computern und anderen Geräten im Netzwerk). Denn Computer verstehen nur Zahlen, während wir Menschen Wörter besser verstehen.
Wenn Sie im Internet auf einen bestimmten Dienst zugreifen möchten, geben Sie zunächst die Domain-Adresse ein, z. B. google.com. Das Internet versteht diese jedoch nicht. Was es versteht, ist die IP-Adresse, z. B. 216.58.204.14. Es ist die Aufgabe des DNS, die entsprechende IP-Adresse des Domainnamens zu ermitteln.
Diese IP-Adressen werden auf DNS-Servern gespeichert. Dabei handelt es sich um spezielle Computer, die Domainnamen auflösen, übersetzen und nach den entsprechenden IP-Adressen suchen. Das Internet besteht aus vielen DNS-Servern, und wenn ein DNS-Server einen Domainnamen nicht in seine IP-Adresse auflösen kann, leitet er die Anfrage an andere DNS-Server weiter, bis die IP-Adresse gefunden wird. Manchmal verfügt der Domainname möglicherweise nicht über eine entsprechende IP-Adresse, und Sie erhalten möglicherweise die Meldung: „Wir haben Probleme, diese Seite zu finden, oder die Website existiert nicht.“
DNS-Hijacking
Wie bereits erwähnt, gibt es mehrere DNS-Server, und DNS-Anfragen werden an verschiedene DNS-Server weitergeleitet, bis Ergebnisse gefunden werden.
DNS-Hijacking ist eine böswillige Praxis, bei der Ihre DNS-Anfragen auf einen falschen DNS-Server umgeleitet werden. Wenn Ihre Anfrage schließlich bearbeitet wird, erhalten Sie falsche Ergebnisse. DNS-Hijacking ist insofern gefährlich, als Sie möglicherweise auf einer gefälschten Website landen, die wie die legitime Website aussieht, die Sie eigentlich besuchen wollten. Ein Beispiel hierfür ist eine gefälschte Website. Noch gefährlicher wird es, wenn Phishing im Spiel ist.
In beiden Fällen könnte es passieren, dass Sie unwissentlich vertrauliche und sensible Daten preisgeben, wie beispielsweise E-Mails, Benutzernamen und deren Passwörter, Ihre Kreditkartennummer sowie andere personenbezogene Daten (PII), die für Identitätsdiebstahl und Betrug missbraucht werden könnten.
Manchmal kann dies ärgerlich und mitunter sogar gefährlich sein. Wenn Sie beispielsweise einen Domainnamen eingeben, der nicht existiert, kann Ihr Internetdienstanbieter dies ausnutzen und Sie auf seine mit Werbung überladenen Webseiten umleiten. Einige dieser Werbeanzeigen können aufdringlich sein und Ihre Privatsphäre verletzen.
Möglichkeiten, wie Ihr DNS-Server gekapert werden kann
- Unberechtigter DNS-Server
Einige DNS-Server im Internet sind kompromittiert, und ihr Zweck besteht darin, böswilligen Akteuren die Möglichkeit zu geben, Ihren DNS-Server zu kapern. Wenn Ihre DNS-Anfragen das ungesicherte Internet durchlaufen, wissen Sie nicht, welcher DNS-Server diese bearbeitet. Wird die Anfrage an einen kompromittierten Server umgeleitet, wird Ihr DNS-Server gekapert. Glücklicherweise ist es zwar schwierig, einen DNS-Server zu hacken, doch die Umleitung Ihres DNS-Datenverkehrs kann relativ einfach sein. So gibt es beispielsweise viele kostenlose DNS-Server im Internet, die behaupten, Zensurmaßnahmen umgehen und Websites entsperren zu können. Da diese Dienste kostenlos sind, wird Ihr DNS-Datenverkehr dazu genutzt, deren Kosten zu decken.
- Malware
Malware ist schädlich, und wenn sie auf Ihr DNS abzielt, kann sie Ihre DNS-Einstellungen auf die eines kompromittierten DNS-Servers umstellen. Dadurch wird Ihr gesamter Internetverkehr auf diesen DNS-Server umgeleitet, und Ihre persönlichen Daten werden ohne Ihr Wissen erfasst. Wie bereits erwähnt, kann der Schaden bei Spoofing und Phishing aufgrund von Identitätsdiebstahl noch weitaus größer ausfallen.
Andere böswillige Akteure richten zwar keinen großen Schaden an, doch Sie erzielen damit Gewinn für sie. In diesem Fall erhalten Sie Suchergebnisse, die mit Weiterleitungen und endlosen Werbeanzeigen überladen sind.
- Einmischung durch Internetdienstanbieter
Unlautere Internetdienstanbieter können zudem Ihre DNS-Abfrage manipulieren. Dies geschieht meist, wenn Sie Domainnamen eingeben, die nicht existieren. Ihr Internetdienstanbieter manipuliert die Antwort „Die Website existiert nicht“ und ersetzt sie durch eine Website, die dieselbe Meldung enthält, jedoch mit Werbung überladen ist. Diese Website kann auch dazu genutzt werden, Ihre Daten zu erfassen.
So schützen Sie sich vor DNS-Hijacking
- Verwenden Sie IPBurger VPN
IPBurger VPN leitet Ihren Internetverkehr über einen sicheren, verschlüsselten Tunnel weiter. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre DNS-Anfragen nicht neugierigen Blicken – wie beispielsweise denen von Cyberkriminellen – ausgesetzt sind, die diese auf betrügerische DNS-Server umleiten könnten. Somit bietet Ihnen IPBurger VPN Sicherheit und Datenschutz beim Surfen im offenen Internet.
- Verwenden Sie eine seriöse Antiviren- bzw. Antimalware-Software
Eine zuverlässige Antiviren- und Antimalware-Software schützt Sie zudem vor unbefugten Systemänderungen. Das bedeutet, dass Malware Ihre DNS-Einstellungen nicht ändern kann. Denken Sie außerdem daran, Ihre Antiviren- und Antimalware-Software regelmäßig zu aktualisieren.
- Vermeiden Sie kostenlose DNS-Server
Kostenlose DNS-Server versprechen oft viel, beispielsweise den Zugriff auf gesperrte Websites und andere Internetdienste. Manche funktionieren vielleicht, andere hingegen sammeln lediglich Ihre Daten und liefern Ihnen zudem Ergebnisse, die mit Werbung überladen sind.
- Ändern Sie das Passwort Ihres Routers regelmäßig
Zu einem guten Passwortmanagement gehört, dass Sie Ihr Passwort nach einer gewissen Zeit oder im Falle eines Sicherheitsvorfalls ändern. Die meisten gängigen Router verfügen über ein Standardpasswort, das im Internet leicht zu finden ist. Wenn Sie das Standardpasswort nicht ändern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein Cyberkrimineller die DNS-Einstellungen Ihres Routers manipuliert und somit Ihre DNS-Anfragen abfängt.
- Seien Sie beim Surfen im Internet vorsichtig
DNS-Hijacking kann jeden treffen, auch autoritative Websites – dies geschieht, wenn autoritative DNS-Server manipuliert werden. In diesem Fall werden Ihnen möglicherweise legitime Ergebnisse angezeigt, die mit Werbung überladen sind, oder Sie werden auf eine neue Seite weitergeleitet, die Sie noch nie zuvor gesehen haben.
So funktioniert das DNS
DNS-Hijacking
So schützen Sie sich vor DNS-Hijacking
