Alltägliche Verhaltensweisen, die ein Risiko für Ihre Online-Sicherheit darstellen

Cyberbewusstsein zu entwickeln ist keine leichte Aufgabe, insbesondere wenn andere Online-Verhaltensweisen und -Gewohnheiten bereits tief in unserem System verankert sind. Diese Gewohnheiten sind zur Norm geworden, und fast jeder Einzelne ignoriert die Gefahren, die von ihnen ausgehen. Hier finden Sie eine Liste von Verhaltensweisen, die Sie möglicherweise täglich an den Tag legen und die eine Gefahr für Ihre Online-Sicherheit darstellen.

Updates ignorieren

Das Beste an unseren Geräten ist, dass sie uns besser daran erinnern, wenn Updates veröffentlicht werden bzw. verfügbar sind. Da regelmäßig Fehler und Sicherheitslücken entdeckt werden, erscheinen auch regelmäßig Updates. Daher erhalten Sie eine Vielzahl von Benachrichtigungen zu einem bestimmten Update – in einem Ausmaß, das Sie möglicherweise als störend empfinden. Was tun Sie als Nächstes? Sie schalten die Benachrichtigungen stumm. Diese Gewohnheit führt dazu, dass Sie wichtige Updates und Patches verpassen, wodurch Ihr System oder Ihre Apps einem Risiko ausgesetzt sind, falls die darin enthaltenen Sicherheitslücken ausgenutzt werden.

Ihr Gerät unbeaufsichtigt lassen

Dies gilt für Computer und Smartphones; die meisten Menschen sind von dieser Angewohnheit betroffen. Nehmen wir zum Beispiel an, Sie haben den ganzen Tag gearbeitet und beschließen, eine kurze Pause einzulegen oder sogar etwas frische Luft zu schnappen. Da es sich um eine kurze Pause handelt, vergessen Sie, Ihren Computer zu sperren, da Sie Ihr langes Passwort nicht erneut eingeben möchten. Doch es dauert nur einen Augenblick, bis eine böswillige Person Malware auf Ihr Gerät lädt und dort Chaos anrichtet. Bevor Sie Ihr Gerät unbeaufsichtigt lassen, stellen Sie sicher, dass es gesperrt ist.

Die Nutzungsbedingungen ohne Vorbehalt akzeptieren

Nahezu jeder Dienst, jedes Konto und jedes Programm im Internet verfügt über einen Abschnitt mit Nutzungsbedingungen. Wenn Sie sich beispielsweise für ein Social-Media-Konto anmelden, befindet sich unterhalb des folgenden Textes ein Kontrollkästchen bzw. eine Schaltfläche: „Wenn Sie fortfahren, bestätigen Sie, dass Sie unsere Nutzungsbedingungen gelesen und verstanden haben.“ In der Regel ist der Begriff „Nutzungsbedingungen“ mit einem Link versehen, der beim Anklicken die Seite mit den Nutzungsbedingungen öffnet. Da Sie jedoch möglicherweise ungeduldig sind und es eilig haben, den Dienst zu nutzen, stimmen Sie letztendlich einfach dem zu, was Sie gar nicht kennen. Sie setzen Ihre Online-Daten einem Risiko aus, da einige Dienste in ihren Nutzungsbedingungen festgehalten haben, dass sie das Recht haben, Ihre Daten zu speichern, Sie zu verfolgen und sogar Dritten Zugriff darauf zu gewähren. Andere Dienste erfassen die Geräte-Fingerabdrücke, und wieder andere können Ihr Konto ohne vorherige Ankündigung löschen.

Die Nutzung von Social-Media-Anmeldungen zur Registrierung auf anderen Websites

Wenn Sie vor die Wahl gestellt werden, sich mit Ihrer E-Mail-Adresse oder über Facebook/Google zu registrieren, entscheiden Sie sich wahrscheinlich für Facebook/Google oder ein anderes verfügbares soziales Netzwerk. Dies ist verständlich, da die Anmeldung über soziale Netzwerke bequem und schneller ist und Sie sich keine Passwörter merken müssen. Allerdings gibt es bei dieser Art der Anmeldung zwei wesentliche Probleme.

Erstens: Sollte Ihr Social-Media-Konto gehackt werden, erhalten die Hacker Zugriff auf alle anderen verknüpften Konten. Zweitens: Auch die anderen Konten haben teilweisen Zugriff auf Ihre personenbezogenen Daten, die Sie andernorts lieber privat halten möchten.

Unachtsames/versehentliches Posten

Sie haben diesen Satz sicherlich schon einmal gehört: „Das Internet vergisst nie.“ Dies trifft in der Tat zu, denn was Sie im Internet veröffentlichen, bleibt auch nach dem Löschen im Internet erhalten. Es wird zwar möglicherweise nicht mehr auf der Seite angezeigt, auf der Sie es gepostet haben, ist aber in verschiedenen Internet-Caches weiterhin verfügbar. Hier ein Beispiel für Laien: Memes. Sie veröffentlichen ein Bild, auf dem Sie etwas Lustiges, aber Unangemessenes tun; ein Meme-Ersteller sieht es und sorgt dafür, dass Ihr Bild weltweit zum Trend wird. Das bedeutet, dass es nichts nützt, es von einer Website zu löschen. Wenn Sie also nicht möchten, dass Ihre Informationen im Internet zu finden sind, sollten Sie gar nicht erst daran denken, sie zu veröffentlichen.

Kein VPN verwenden

Das „P“ in „VPN“ steht für „Private“ (privat); ein VPN schützt nicht nur Ihre Daten, sondern verbirgt auch Ihre Identität, wenn Sie online sind. Dadurch werden viele Internetbedrohungen durch böswillige Personen, die es auf Ihre Daten abgesehen haben, auf ein Minimum reduziert.

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