
Neben der Verschlüsselung wird bei der Nutzung eines VPN Ihre tatsächliche IP-Adresse durch eine virtuelle IP-Adresse des von Ihnen ausgewählten Servers ersetzt. Wenn Sie auf das Internet zugreifen, sehen die Webserver und andere Internetdienste lediglich Ihre virtuelle IP-Adresse und einen virtuellen Standort. Ihre echte IP-Adresse und Ihr tatsächlicher Standort bleiben verborgen.
Wie können Sie sich verletzlich zeigen?
Selbst wenn Sie ein VPN nutzen, kann es vorkommen, dass Ihre Privatsphäre und Sicherheit dennoch nicht ausreichend geschützt sind. Sehen wir uns an, wie Sie selbst bei der Nutzung eines VPNs anfällig für Sicherheits- und Datenschutzbedrohungen im Internet sein können;
- Ihr Gerät/Ihr System ist kompromittiert

Sollte Ihr Gerät beispielsweise mit Malware infiziert sein oder sollten Sie auf einen Phishing-Betrug hereingefallen sein, können Cyberkriminelle Zugriff auf Ihre Daten erlangen, selbst wenn Ihr VPN aktiviert ist. Der Grund dafür ist, dass sie bereits Zugriff auf Ihr Gerät haben und selbst die stärkste VPN-Verschlüsselung Ihnen in diesem Fall nicht helfen wird. Seien Sie in diesem Fall stets wachsam im Umgang mit dem Internet, verwenden Sie sichere, einzigartige Passwörter und aktualisieren Sie Ihre Antiviren- bzw. Antimalware-Software regelmäßig. Vermeiden Sie zudem unsicheres Verhalten im Internet.
- Der Besuch bösartiger Websites

Sofern das VPN nicht über weitere Funktionen wie beispielsweise die Blockierung von Malware verfügt, sollten Sie den Besuch ungesicherter Websites vermeiden und sich auch bei der Nutzung eines VPNs an die Grundsätze der Cybersicherheit halten.
- Schwache Verschlüsselung

Die meisten VPNs bieten sichere Verschlüsselungsprotokolle an, doch es gibt nach wie vor einige schwächere Protokolle wie beispielsweise PPTP. Dieses Protokoll bietet Ihnen zwar eine hohe Geschwindigkeit, beeinträchtigt jedoch Ihre Sicherheit.
Um Schwachstellen bei der Verschlüsselung zu vermeiden, sollten Sie stets VPNs wählen, die Verschlüsselungen auf Militärniveau bieten, wie beispielsweise den AES-256-Bit-Verschlüsselungsstandard, die 256-Bit-OpenVPN-Verschlüsselung, IKEv2 und IPSec. Diese Protokolle verfügen über eine starke Verschlüsselung und bieten Ihnen zudem die erforderliche Geschwindigkeit zum Surfen im Internet.
- Probleme im Zusammenhang mit dem VPN-Dienst
Wenn Sie einen VPN-Dienst abonnieren, setzen Sie Ihr volles Vertrauen in diesen Dienst, um Sie vor Sicherheitsbedrohungen im Internet und Eingriffen in Ihre Privatsphäre zu schützen. Manchmal ist dies jedoch nicht der Fall, insbesondere wenn der VPN-Dienst nicht zuverlässig ist. Wenn Sie sich beispielsweise mit einem ungesicherten VPN-Server verbinden, ist Ihr Internetverkehr gefährdet, und Ihre Sicherheit sowie Ihre Privatsphäre sind nicht mehr gewährleistet. Noch schlimmer ist es, wenn der VPN-Server Protokolle speichert.
Ein weiteres Problem bei VPN-Diensten wären unzuverlässige Verbindungen. Wenn Ihre Verbindung zum VPN-Server immer wieder unterbrochen wird und kein Kill-Switch vorhanden ist, gelangt Ihr Internetverkehr schließlich ins offene Internet und ist für neugierige Blicke einsehbar.
