So beugen Sie Doxing vor und schützen sich vor Online-Stalkern

Das Internet gleicht einem Ozean, doch anstelle von Wasser enthält es eine Fülle von Informationen und Daten. Diese Informationen und Daten entstehen durch das, was Menschen online teilen oder was auf einem bestimmten Server irgendwo gehostet wird. Ein Teil dieser Informationen ist äußerst sensibel, und eine Offenlegung kann den betroffenen Personen oder Organisationen erheblichen Schaden zufügen. Persönliche Daten im Internet stellen eine Schwachstelle dar, die von Stalkern ausgenutzt oder sogar für Doxing-Angriffe missbraucht werden kann.

Was versteht man unter „Doxing“ und „Online-Stalking“?

Im digitalen Zeitalter bezeichnet „Doxing“ die Praxis, personenbezogene Daten (PII) im Internet zu suchen, zu sammeln und öffentlich zu veröffentlichen. Dies geschieht in der Regel ohne die Zustimmung der betroffenen Person und in böswilliger Absicht; gelegentlich kann es jedoch auch für edle Zwecke genutzt werden. Letzteres ist jedoch selten. Online-Stalking, auch als Cyberstalking bezeichnet, ist die Praxis, bei der das Internet genutzt wird, um eine Person ohne deren Einwilligung zu überwachen oder zu verfolgen. Cyberstalking kann dazu dienen, umfassende Informationen über eine Person zusammenzustellen, und es kann Teil des Doxings sein.

In Kombination können die Folgen von Doxing und Online-Stalking verheerend sein. Denn die betroffene Person kann in Echtzeit und online Belästigungen, falsche Anschuldigungen sowie Verleumdungen ausgesetzt sein. Dies kann zudem zu Erpressung, Identitätsdiebstahl, sexuellen Annäherungsversuchen und sogar zu Sachbeschädigung führen. Während Cyberstalking eine Straftat darstellt, ist die Rechtslage in Bezug auf Doxing nicht eindeutig.

Wie funktioniert Doxing?

Da Doxing das Suchen und Sammeln von Informationen beinhaltet, kann jede Methode eingesetzt werden, mit der sich diese Ziele erreichen lassen. Unabhängig davon, ob böswillige oder hehre Absichten dahinterstehen, kann Doxing den Einsatz zahlreicher Tools umfassen, wie beispielsweise die Rückwärtssuche nach Handynummern und sogar die Protokollierung von IP-Adressen. Wir werden uns einige gängige Methoden ansehen, mit denen Doxing durchgeführt wird;

  • Analyse sozialer Medien

Sowohl Stalker als auch alle, die sich für Doxing interessieren, beginnen mit Social-Media-Seiten und Online-Foren. Sie werden erstaunt sein, wie viele Informationen man allein über Facebook sammeln kann. So können Sie beispielsweise den vollständigen Namen, die Adresse, die Telefonnummer, die E-Mail-Adresse, Links zu anderen sozialen Netzwerken und sogar Informationen über die Freunde und Familie einer Person in Erfahrung bringen. Dies allein reicht bereits aus, um ein Profil über eine Person zu erstellen. Wenn Sie weitere Websites und Foren besuchen, können Sie Rückschlüsse auf die Tätigkeiten einer Person ziehen, d. h. auf ihren Beruf, ihre Hobbys, ihre Aktivitäten und vieles mehr. Sie können zudem weitere Informationen über Google erhalten, indem Sie einfach den vollständigen Namen einer Person eingeben.

  • Cyberangriffe

Hierbei handelt es sich um eine fortgeschrittene Methode, mit der spezifische sensible Informationen über eine Person gewonnen werden können. Diese Methode erfordert gewisse Kenntnisse und nutzt möglicherweise die Unkenntnis der Zielperson in Bezug auf Cybersicherheit aus. Cyberkriminelle, die daran interessiert sind, eine Zielperson zu „doxen“, können Methoden wie Man-in-the-Middle-Angriffe einsetzen. Diese Technik ist dann möglich, wenn die Zielperson eine Verbindung zu einem ungesicherten WLAN herstellt. In der Regel werden weitere Mittel wie Echtzeit-Stalking und -Überwachung eingesetzt, um die Person aufzuspüren. Sobald die Verbindung hergestellt ist, kann der Angreifer Daten darüber abfangen, was die Zielperson online tut. Diese Daten lassen sich weiter analysieren, um Benutzernamen und Passwörter aufzudecken. Angreifer können zudem das Netzwerk fälschen und sensible Informationen stehlen. Zu den weiteren Cybertechniken zählen IP-Protokollierung, digitale Spionage, Passwortangriffe und sogar Phishing.

Verhinderung von Doxing und Online-Stalking

Der einzige sichere Weg, Doxing und Online-Stalking zu vermeiden, besteht darin, für digitalen Datenschutz und Online-Sicherheit zu sorgen. Wie geht das?

  • Vermeiden Sie es, in den sozialen Medien zu viele persönliche Informationen preiszugeben

Beschränken Sie stets, was Sie in sozialen Netzwerken und Foren teilen. Dazu gehört auch, den Kreis der Personen einzuschränken, die Ihre Beiträge sehen können. Vermeiden Sie es außerdem, sensible Informationen oder ethisch fragwürdige Bilder zu veröffentlichen, die Ihrem Beruf oder Ihrer Karriere schaden könnten. Sie können zudem die Sichtbarkeit bestimmter Informationen anpassen; es ist ratsam, vertrauliche Informationen auf „privat“ zu setzen. Gelegentlich können Sie sogar einen Spitznamen verwenden.

  • Verwenden Sie beim Surfen ein VPN

Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) sorgt dafür, dass Ihre IP-Adresse verborgen bleibt und somit Ihre Privatsphäre gewahrt wird. Ein VPN bietet zudem Sicherheit durch Verschlüsselung. Das bedeutet: Selbst wenn Ihre Daten abgefangen werden, sind sie für den Angreifer nutzlos.

Zu den weiteren Maßnahmen gehören die Verwendung sicherer Passwörter, Einmal-Konten sowie die Aufforderung an Ihre Freunde, beim Datenschutz vorsichtig zu sein. Sie können sogar nach sich selbst suchen und die unerwünschten Online-Informationen, die Sie dabei finden, löschen.

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