So verbessern Sie die Sicherheit Ihres WLANs

Die bequemste Möglichkeit für jedes Familienmitglied, über verschiedene Geräte auf das Internet zuzugreifen, ist WLAN. Um WLAN nutzen zu können, benötigen Sie einen WLAN-Router oder einen Access Point. So praktisch diese Lösung auch ist, birgt sie doch einige Risiken, die alle Personen betreffen können, die mit dem Router verbunden sind. Beispielsweise kann sich ein unbefugter Nutzer mit dem WLAN verbinden und es durch sogenanntes „Piggybacking“ nutzen. Handelt es sich um einen böswilligen Nutzer, können große Datenmengen gefährdet sein, und es können weitere Angriffe und Bedrohungen wie Erpressung, Identitätsbetrug und sogar die Verbreitung von Malware folgen. Aus diesem Grund müssen Sie Ihr WLAN sichern. Im Folgenden finden Sie Möglichkeiten, wie Sie sicherstellen können, dass Ihr persönliches WLAN sicher ist:

Ändern Sie die Standardeinstellungen

Zu den Standardeinstellungen gehören der SSID-Name, Passwörter und weitere Einstellungen. Um Ihr WLAN zu sichern, sollten Sie ein sicheres Passwort verwenden, das nur den Personen bekannt ist, die eine Verbindung herstellen dürfen. Ein offenes WLAN ist eine Einladung für jeden, der sich in Reichweite des Zugangspunkts bzw. Routers befindet. Eine weitere Einstellung, die Sie ändern sollten, ist der SSID-Name – dies ist der Name, den der WLAN-Zugangspunkt anzeigt. Bei den meisten Routern sind die Kontoinformationen online einsehbar und basieren auf dem Standard-SSID-Namen; ein böswilliger Nutzer kann sich so Zugang zu Ihrem WLAN-Netzwerk verschaffen.

Filteranschlussvorrichtungen

Router sind in der Lage zu entscheiden, welche Geräte eine Verbindung zu ihnen herstellen dürfen. Dies geschieht durch das Filtern der MAC-Adressen – eine MAC-Adresse ist so etwas wie eine Hardware-IP-Adresse. Netzwerkgeräte nutzen Netzwerkkarten (NICs), um eine Verbindung zum Internet herzustellen. Diese Karten verfügen über physikalische Adressen, die zur Identifizierung des Geräts in einem Netzwerk dienen. Diese physikalischen Adressen werden als MAC-Adressen bezeichnet. Im Gegensatz zu IP-Adressen bestehen MAC-Adressen in der Regel aus einem Paar von sechs Ziffern, die durch „:“ getrennt sind. Hier ein Beispiel: a1:b2:c3:d4:e5:f6. Wenn Sie MAC-Adressen filtern, legen Sie fest, welche Adressen Ihr WLAN nutzen dürfen. Bei den meisten Geräten finden Sie diese Adressen im Abschnitt „Über das Gerät“. Unter Windows geben Sie im Eingabefeld „ipconfig/all“ ein, um Ihre MAC-Adresse zu ermitteln.

Aktualisierung/Upgrade

Bei den meisten Routern können Sie die Firmware auf die neueste Version aktualisieren. Updates enthalten in der Regel Patches, die Sicherheitslücken beheben und zudem andere Fehler und Mängel beseitigen.

Richten Sie ein VPN auf Ihrem Router ein

Schließlich können Sie die allgemeine Sicherheit Ihres WLANs durch die Einrichtung eines VPN verbessern. Die meisten VPN-Anbieter bieten Anleitungen und Leitfäden zur Einrichtung eines VPN auf Ihrem Router an. Dazu muss Ihr Router jedoch die Voraussetzungen für die Unterstützung einer VPN-Verbindung erfüllen. Sie können auch einen VPN-fähigen Router erwerben. Hier sind die Vorteile, die Sie durch die Einrichtung eines VPN auf Ihrem Router erzielen:

  • Allgemeine Sicherheit und Datenschutz – Ein VPN sorgt durch Verschlüsselung für Sicherheit und weist Ihnen zudem eine neue IP-Adresse zu. Diese Verschlüsselung gewährleistet, dass Ihr Internetverkehr vor neugierigen Blicken geschützt ist. Außerdem können Sie die von vielen VPN-Anbietern angebotenen gleichzeitigen Verbindungen effektiv nutzen.
  • Das Internet der Dinge (IoT) wird ebenfalls behandelt – VPN-Anbieter bieten keine speziellen VPN-Apps für Smart-Geräte wie Kühlschränke oder Smart-TVs an. Wenn Sie ein VPN auf Ihrem Router installieren, sind alle Geräte geschützt, die über den Router eine Verbindung zum Internet herstellen, auch wenn diese Geräte selbst kein VPN unterstützen.

Neben dem umfassenden Schutz kann die Installation eines VPN auf Ihrem Router jedoch auch einige Nachteile mit sich bringen: So ist beispielsweise der Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem Router nicht geschützt, und Sie könnten einige Smart-Home-Funktionen wie die intelligente Steuerung von Geräten einbüßen. Wenn Sie zudem keinen leistungsstarken Router besitzen, kann es aufgrund einer verminderten Routerleistung zu einem drastischen Geschwindigkeitsverlust kommen. Dies liegt daran, dass die Verschlüsselung erhebliche Rechenleistung erfordert.

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