So wie Erwachsene Online-Risiken ausgesetzt sind, sind auch Kinder heute anfälliger für Bedrohungen im Internet und mehr Risiken als früher. Dies liegt an der allgegenwärtigen Verfügbarkeit des Internets und von Geräten wie Smartphones. Das Internet und diese Geräte sind nicht nur nützlicher – beispielsweise beim Lernen –, sondern bergen auch größere Gefahren, da Kinder bereits in einem frühen Alter Online-Risiken ausgesetzt sind, ohne zu wissen, wie sie sich verhalten sollen. Den Kindern die Geräte wegzunehmen, ist in der heutigen Zeit keine Option. Eine praktikablere Lösung, wie beispielsweise ein Leitfaden zum Thema Online-Datenschutz und -Sicherheit, ist erforderlich. Dieser Artikel konzentriert sich auf Bereiche, mit denen sich Eltern befassen sollten, um die Sicherheit ihrer Kinder bei der Nutzung des Internets zu gewährleisten.
Bewusstsein
Als Elternteil sollten Sie zunächst das Bewusstsein Ihrer Kinder für Gefahren und Risiken im Internet schärfen. Sie sollten Ihren Kindern die verschiedenen Gefahren erläutern, die im Cyberspace lauern. Ebenso wichtig ist es, ihnen beizubringen, wie sie diesen Gefahren begegnen und wie sie die Risiken vermeiden oder mindern können, wenn sie darauf stoßen. Kurz gesagt: Erklären Sie Ihren Kindern die Grundlagen der Cybersicherheit auf eine Weise, die sie verstehen können. Sie sollten zudem mit gutem Beispiel vorangehen, da die meisten Kinder dazu neigen, das Verhalten ihrer Eltern nachzuahmen. Ermutigen Sie Ihre Kinder außerdem, sich über Neuigkeiten zum Thema Cybersicherheit zu informieren – allerdings erst, nachdem Sie die Inhalte selbst durchgesehen haben. Im Folgenden finden Sie die nächsten Schritte, die Sie nach der Sensibilisierung unternehmen sollten.
1. Einrichtung der Sicherheits- und Datenschutzfunktionen ihrer Geräte
Wie bereits erwähnt, haben Kinder heutzutage Zugang zu Smartphones – vielleicht handelt es sich um Ihr altes Handy, ein Geschenk, das sie erhalten haben, oder um ein Gerät, das Sie ihnen gekauft haben, damit sie Sie nicht mehr stören, wenn Sie am Computer arbeiten. Bevor Sie weitere Schritte unternehmen, sollten Sie sicherstellen, dass das Smartphone kindgerecht eingerichtet ist. Das bedeutet, dass bestimmte Dienste eingeschränkt sind, während andere erlaubt sind. Der beste Weg, ein Smartphone kindgerecht einzurichten, ist die Verwendung von Kindersicherungen oder die Einrichtung eines kindgerechten Kontos. Erfahren Sie, wie die Kindersicherung auf verschiedenen Plattformen wie Android und Apple genutzt wird.
2. Geben Sie ihnen Hinweise zu sozialen Medien und zur Kommunikation
Wenn Sie Ihrem Kind erlaubt haben, das Internet zu nutzen, sollten Sie ihm beibringen, wie es soziale Medien sicher nutzen kann. In dieser Phase sollten Sie einige Punkte ansprechen, wie wichtig der Schutz der Privatsphäre im Zusammenhang mit den Inhalten ist, die man im Internet teilt. Außerdem sollten Sie die erforderlichen Datenschutzeinstellungen auf den verschiedenen Plattformen vornehmen, auf denen Sie Ihren Kindern die Anmeldung gestattet haben. Weisen Sie sie – genau wie im realen Leben – darauf hin, keine Freundschaftsanfragen von Fremden anzunehmen, und dass sie sich an Sie wenden sollen, falls sie sich nicht sicher sind, wie sie sich verhalten sollen. Nachdem Sie alles eingerichtet haben, sollten Sie auch in der Lage sein, die Online-Aktivitäten Ihres Kindes aus der Ferne zu überwachen.
3. Passwörter erstellen
Schon bald werden Ihre Kinder mehrere Online-Konten haben, sei es in sozialen Medien oder auf Lernplattformen. Sie sollten ihnen beibringen, wie sie ihre Konten sicher halten können, und das beginnt mit der Verwendung sicherer Passwörter, die für Kinder geeignet sind. Diese Passwörter sollten mindestens 8 Zeichen lang sein und Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen enthalten. Die Passwörter sollten niemals persönliche Angaben enthalten, auch keine Namen von Haustieren oder Verwandten. Außerdem sollten sie leicht zu merken sein, es sei denn, Sie bringen ihnen auch den Umgang mit Passwort-Managern bei.
4. Erläutern Sie die Gefahren öffentlicher WLAN-Netze
Jeder mag kostenlose Dinge, aber bei Kindern ist der Drang dazu einfach unwiderstehlich. Vielleicht haben Sie den Internetzugang zu Hause eingeschränkt, nicht jedoch das öffentliche WLAN. Kostenlose öffentliche WLAN-Hotspots, beispielsweise in Cafés oder Einkaufszentren, sind die perfekten Orte für Kinder, um sich dort aufzuhalten und ihren verschiedenen Online-Aktivitäten nachzugehen. Sie sollten Ihre Kinder vor den verschiedenen Gefahren warnen, die mit öffentlichem WLAN einhergehen – wie Spoofing, Identitätsdiebstahl und sogar Malware –, und sie darüber aufklären. Um Ihr Kind zuverlässig vor den Gefahren des öffentlichen WLANs und des Internets im Allgemeinen zu schützen, sollten Sie ihm ein VPN zur Verfügung stellen, da VPNs den Internetverkehr verschlüsseln und für Sicherheit und Datenschutz sorgen.
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