VPN-Dienste weisen Ihnen verschiedene Arten von IP-Adressen zu, wenn Sie eine Verbindung herstellen und auf das Internet zugreifen. Eine IP-Adresse ist eine eindeutige numerische Kennung, die jedem mit dem Internet verbundenen Gerät zugewiesen wird – sie dient der Kommunikation.
Es gibt viele Arten von IP-Adressen, doch die meisten VPN-Dienste bieten zwei Haupttypen an: dedizierte und gemeinsam genutzte IP-Adressen
Feste IP-Adresse
Eine dedizierte IP-Adresse ist, wie der Begriff schon sagt, eine IP-Adresse, die ausschließlich dem Nutzer des VPN-Dienstes zugewiesen ist. Diese IP-Adresse ändert sich nicht, es sei denn, der Nutzer beantragt eine neue. Meistens sieht diese IP-Adresse wie eine gewöhnliche private IP-Adresse aus. Dedizierte IP-Adressen werden aus Sicherheitsgründen verwendet, insbesondere beim Zugriff auf Websites, die nur eine bestimmte IP-Adresse auf ihrer Whitelist zulassen und bei denen Sie blockiert werden können, wenn Sie über eine andere IP-Adresse auf die Seiten zugreifen.
Gemeinsam genutzte IP-Adresse
Eine gemeinsam genutzte IP-Adresse ist das genaue Gegenteil einer dedizierten IP-Adresse. Dies ist die IP-Adresse, die den meisten Abonnenten eines VPN-Dienstes zugewiesen wird, wenn sie eine Verbindung zum Internet herstellen; vielen Nutzern wird dieselbe IP-Adresse zugewiesen – sie teilen sich dieselbe IP-Adresse, wenn sie über das VPN auf das Internet zugreifen. Gemeinsam genutzte IP-Adressen sind für den Datenschutz am besten geeignet, da es schwierig ist, die Aktivitäten einer einzelnen Person nachzuverfolgen. Dadurch genießen die Nutzer Anonymität.
Unterschiede zwischen dedizierten und gemeinsam genutzten IP-Adressen
Die wesentlichen Unterschiede zwischen diesen beiden Arten von IP-Adressen lassen sich auf Datenschutz und Sicherheit zurückführen. Dedizierte IP-Adressen werden von Personen genutzt, denen die Sicherheit bestimmter Dienste am Herzen liegt – manche Dienste akzeptieren nur die zugelassene IP-Adresse, und bei Verwendung einer gemeinsam genutzten IP-Adresse kann es aufgrund von Problemen wie Spam-Angriffen zu Sperrungen kommen. Daher müssen Sie Ihre Identität bei jedem Zugriff auf die Dienste erneut bestätigen. Gemeinsam genutzte IP-Adressen bieten mehr Datenschutz, da sie im Vergleich zu einer dedizierten IP-Adresse schwerer nachverfolgt werden können.
Vorteile einer dedizierten IP-Adresse
- Gleiche IP-Adresse – dies ist nützlich für Dienste wie eBay, PayPal und sogar Gmail. Diese Dienste lehnen Ihren Zugriffsversuch ab, wenn sie eine andere IP-Adresse (d. h. einen anderen Standort) feststellen. Um fortzufahren, müssen Sie möglicherweise Ihr Konto erneut verifizieren.
- Garantierter Zugriff auf IP-beschränkte Netzwerke – ähnlich wie bei den oben genannten Diensten verfügen Unternehmen über Mechanismen, die einen unbefugten Zugriff auf ihre Systeme verhindern. In der Regel wird eine Whitelist eingesetzt, und die beste Vorgehensweise ist die Verwendung einer einzigen IP-Adresse, nämlich einer dedizierten IP-Adresse.
- Höhere Geschwindigkeiten – Dedizierte IP-Adressen sind nicht überlastet und bieten im Vergleich zu gemeinsam genutzten IP-Adressen in der Regel hohe Geschwindigkeiten.
- Kein „Schlechter-Nachbar“-Effekt – Sie sind nur für Ihre eigenen Online-Aktivitäten verantwortlich.
Nachteile einer dedizierten IP-Adresse
- Dedizierte IP-Adressen sind im Vergleich zu gemeinsam genutzten IP-Adressen recht teuer.
- Feste IP-Adressen bieten weniger Datenschutz – die Nutzung einer festen IP-Adresse hebt Sie stets hervor, sodass Sie leicht zurückverfolgt werden können.
Dedizierte IP-Adressen eignen sich ideal für:
- Online-Streaming und Gaming.
- Online-Banking sowie für Dienste wie eBay und PayPal.
- Sicherer Fernzugriff.
Vorteile gemeinsam genutzter IP-Adressen
- Im Vergleich zu dedizierten IP-Adressen sind sie kostengünstig – die Kosten für die Bereitstellung von gemeinsam genutzten IP-Adressen sind geringer als die für dedizierte IP-Adressen. Daher profitieren auch die Nutzer davon.
- Gewährleistet Datenschutz und Anonymität – In einer Umgebung mit gemeinsam genutzten IP-Adressen ist es schwierig, einen Nutzer nachzuverfolgen und zu identifizieren. Daher eignen sich gemeinsam genutzte IP-Adressen hervorragend für Aktivitäten, bei denen Datenschutz erforderlich ist.
Nachteile gemeinsam genutzter IP-Adressen
- „Bad Neighbor“-Effekt – da die meisten Nutzer dieselbe IP-Adresse teilen, wissen Sie nicht, welche Aktivitäten andere Nutzer online ausüben. Diese könnten sich dazu entschließen, illegale Handlungen zu begehen. Bei der Nutzung einer gemeinsam genutzten IP-Adresse mit Diensten wie Google könnte dies als Spam-Angriff gewertet werden, und Sie werden aufgefordert, Ihr Konto erneut zu verifizieren.
- Gemeinsam genutzte IP-Adressen werden aufgrund des „Bad-Neighbor“-Effekts leicht auf eine Sperrliste gesetzt und blockiert.
- Anfällig für Hacking- und Spoofing-Versuche.
Gemeinsam genutzte IP-Adressen eignen sich ideal für:
- Online-Streaming.
- Torrent-Dateien herunterladen.
- Entsperren von geografisch eingeschränkten Inhalten.
Feste IP-Adresse
Gemeinsam genutzte IP-Adresse
